Drei Mal im Jahr trifft sich das von IPA im Auftrag der bpb betreute Peer Education Netzwerk Young European Professionals (YEP) zu Ausbildungsworkshops. Inhaltlich stand dieses Mal die Migrations- und Flüchtlingspolitik der Europäischen Union auf der Agenda. Für den Workshop vom 27.-29.4. in Bonn waren zwei kompetente Referenten eingeladen, die die YEPs zunächst auf den aktuellen Stand in diesem Politikfeld brachten und mit ihnen diskutierten. Dr. Stephan Koppelberg, Leiter der regionalen Vertretung der Europäischen Kommission in Bonn, stellte in seinem Impulsvortrag die Sicht der Kommission auf die EU Migrationspolitik dar. So hatte die Kommission im Bereich der Asylpolitik im Juni 2008 ein Konzept für eine Asylstrategie vorgelegt, das die künftige Strategie zum Abschluss der zweiten Phase bei der Einrichtung des gemeinsamen europäischen Asylsystems skizziert. Im anschließenden Impulsvortrag von PD Dr. Uwe Hunger (Westfälische Wilhelms-Universität Münster) ging es um die Entwicklung, die Akteure und die Handlungsbereiche der EU-Migrationspolitik. Dabei drehte sich gerade auch die Diskussion immer wieder um die Frage, ob (bzw. für wen) die Europäische Union einen „Raum der Freiheit, der Sicherheit und des Rechts“ oder eine „Festung Europa“ darstelle.

Im Rahmen des Workshops wurde zudem eine ganze Reihe bestehender Methodenbausteine angespielt und auf die Einsetzbarkeit für Angebote des YEP-Netzwerks überprüft und bearbeitet. Zudem entstanden weitere Ideen für neue Methodenbausteine. In der Diskussion wurde dabei deutlich, dass bei den Workshops die positiven Seiten von Migration nicht zu kurz kommen sollten und dass bei den Teilnehmenden (gerade im Bereich der Flüchtlingspolitik) nicht der Eindruck einer Machtlosigkeit entstehen dürfe, sondern Anregungen gegeben werden, wie man in seinem eigenen Umfeld zu einer positiven Entwicklung beitragen kann.

Projekt:

Young European Professionals